Am morgigen Freitag feiert endlich Bring Me The Horizons EP „Post Human: Survival Horror“ Release. Ehrlich gesagt ist unsere Redaktion sehr skeptisch an die neueste Scheibe der fünf Briten herangegangen. Wir wussten nicht was da genau auf uns zukommen wird, doch wir kommen schon seit ein paar Tagen in den Genuss der Platte und die gesamte Redaktion ist sich einig und ohne übertreiben zu wollen, „Post Human: Survival Horror“ ist der Wahnsinn !

Die neue EP enthält neun Songs und besticht komplett durch ihre Vielseitigkeit. Frontmann Oliver Sykes sagte noch im Juni mit der Veröffentlichung der Single „Parasite Eve“, dass die kommenden Songs und die damit im Zusammenhang stehenden EP’s sich absolut voneinander unterscheiden sollen. Dieser Aussage können wir definitiv unsere Zustimmung geben ! Auf „Post Human: Survival Horror“ erwartet euch Abwechslung pur !

Erstes Statement der EP setzt „Dear Diary,“ . Der Openener klingt bereits deutlich härter als alles was wir seit – ich nenne es „den Genrewechsel“ – auf die Ohren bekommen haben. Wahrscheinlich hat „Dear Diary“ noch nicht den klassischen Ohrwurm-Charakter, dennoch ein durchaus guter Song !

Der zweite Song „Parasite Eve“ ist Fans ja durchaus schon bekannt und feierte auf sämtlichen Steamingplattformen seit seiner Veröffentlichung extreme Erfolge. Für uns im Team ist es sehr verständlich, denn es war auch für mich, als eingefleischten Bring Me The Horizon Fan, der erste Song seit einer langen Zeit, der sofort den Wunsch weckte ihn erneut zu hören. Durch den exotisch klingenden Anfang und dessen musikalische Entwicklung bis hin zu härteren Tönen, besitzt er einfach alle Voraussetzungen an einen spannenden und somit massentauglichen Song.

„Teardops“ ist der dritte Track der EP und wurde von der Band ebenfalls vorab veröffentlicht. Mit seinen elektronischen Elementen und dem einschlägigen Refrain schafft der Song es ebenfalls im Gedächtnis des Hörers zu bleiben. Dennoch erweckte „Teardrops“ in mir den Wunsch endlich mal wieder ein wenig mehr Screams und Härte in die Songs einfließen zu lassen. 

Gemeinsam mit Yungblud brachten Bring Me The Horizon das erste Feature der EP schon im Vorfeld auf den Markt. „Obey“ ist ein Song, der meines Erachtens nur sehr schwer in irgendein Genre gesteckt werden kann. Er klingt deutlich frischer und mit ihm verbinde ich positive Vibes. Ob das in Zusammenhang mit dem freaky Musikvideo steht, lasse ich mal im Raum stehen. 

„Itch For The Cure (When Will We Be Free)“ ist der fünfte und auch kürzeste Song der EP. Mit einer Länge von gerade einmal anderthalb Minuten stellt er aber auch eher das Intro des nachfolgenden Songs dar. Und Zack: Da wären wir auch schon bei unserem absolutem Highlight von „Post Human: Survival Horror“ !!!

„Kingslayer“ wurde zusammen mit den Ladys von Babymetal aufgenommen. Zugegebener Maßen war ich äußert skeptisch was bei dieser Zusammenarbeit entstehen sollte. Alle meine Vorurteile waren bereits nach wenigen Sekunden wie weggeblasen. „Kingslayer“ ist der absolute Ohrwurm und auch da war sich unsere Redaktion einig, wird euch wegfegen. Den Song zu beschreiben fällt unendlich schwer, aber definitiv wird hier allen Oli-Sykes-Screams-Fans das Herz höher schlagen. In Kombination mit den eher kindlich wirkenden Stimmen Babymetals treffen hier so viele Extreme aufeinander, die das Ganze alles in allem so einzigartig machen. 

Auf diese musikalische Ansage folgt „1×1“ , ebenfalls ein Feature. In Zusammenarbeit mit den Nova Twins entstand auch hier ein absolut genialer Track. Und wie bereits an Anfang beschrieben, ist auch dieser Song komplett gegensätzlich zu allen vorher gehörten. „1×1“ beschreibe ich als einen Song, den man im Alltag jederzeit anhören kann, da mit ihm keine Melancholie oder besondere Härte mitschwingt. 

„Ludens“ ist der achte und somit vorletzte Track der EP. Uns ist „Ludens“ von allen Songs bereits am längsten bekannt und da er seit fast einen Jahr auf dem Markt ist, brauche ich hierzu wahrscheinlich nicht näher eingehen. 

Zum Ende kommt das Ganze mit einem sehr ruhigen Track, der in Zusammenarbeit mit Evanescence Sängerin Amy Lee entstanden ist.  Man sagt ja immer jedes gute Album einer jeden guten Band beinhaltet eine Ballade. „One Day The Only Butterflies Left Will Be In Your Chest As You March Towards Your Death“ überzeugt dann hoffentlich auch den letzten Kritiker, der Zweifel an der Vielseitigkeit der ehemaligen Deathcore Band zeigt. Ein Song bei dem man aufpassen muss keine Gänsehaut zu bekommen, auch wenn er gegen Ende noch ein wenig aufreibender wird. 

Hört euch „Post Human: Survival Horror“ selbst an und macht euch ein eigenes Bild zu diesem Werk. Ich bin mir jedoch sehr sicher, die EP wird es schaffen euch auf die Seite des „neuen“ Bring Me The Horizons zu ziehen. 

„Post Human: Survival Horror“ ist DIE Überraschung im Jahr 2020. Unseren Erachtens nach haben es Bring Me The Horizon wieder einmal geschafft sich selbst neu zu erfinden und stetig Schritte nach vorn, aber vor allem  in die richtige Richtung, zu gehen. Mit der brandneuen EP machen uns die Jungs aus Sheffield erneut und sowieso ständig Lust auf ihre experimentellen Songs und den ganz individuellen Sound. Wir vergeben der EP glatt weg 10 von 10 Punkten 

Tracklist „Post Human: Survival Horror“:

  1. Dear Diary,
  2. Parasite Eve
  3. Teardrops
  4. Obey ft. Yungblud
  5. Itch For The Cure (When Will We Be Free?)
  6. Kingslayer ft. Babymetal
  7. 1×1 ft. Nova Twins
  8. Ludens
  9. One Day The Only Butterflies Left Will Be In Your Chest As You March Towards Your Death ft. Amy Lee

Autor: Stephie