Kein Weihnachten ohne ein Weihnachts-Konzert von August Burns Red!
Oder zumindest nicht ohne einen Live-Stream, denn richtige Konzerte gibt es momentan natürlich nicht.

Und der Stream legt sofort richtig los.
Noch ist kein Mitglied der Band auf der Bühne, aber es gibt trotzdem etwas besonderes zu hören:
August Burns Red haben wieder einen Song gecovert. Und dieses Mal ist es Chop Suey von System of a Down!
Sicherlich kein einfacher Song zu covern, aber wer sollte das schon meistern, wenn nicht August Burns Red.
Der Song wird wohl auch am 15. Dezember offiziell veröffentlicht.

Das Ganze geht also sehr gut los und verliert auch danach nicht an Energie.
Als ersten richtigen Song kommt dann auch schon Weihnachtsstimmung auf, denn es wird „Flurries“ gespielt!
Anschließend kommt dann auch Sänger Jake Luhrs auf die Bühne und es geht mit „King Of Sorrow“ weiter.

Insgesamt sieht die Setlist folgendermaßen aus:

  1. Flurries
  2. King Of Sorrow
  3. Provision
  4. Paramount
  5. The Frost
  6. Invisible Enemy
  7. Defender
  8. Marianas Trench
  9. Winter Wilderness
  10. Ties That Bind
  11. Bloodletter
  12. Composure
  13. Empire
  14. Ghosts
  15. Drum Solo
  16. Carol Of The Bells
  17. White Washed

Die Mischung aus den Weihnachtsliedern und den „normalen“ Songs sorgt für eine gelungene Abwechslung.

Der Sound ist in diesem Stream fast perfekt und gleicht schon fast einer Studio-Version. Die Band war sehr gut abgemischt und der komplette Stream läuft fehlerfrei ohne irgendein Ruckeln.

Auch die vielen verschiedenen Kameras leisten fantastische Arbeit: bei manchen Einstellungen sah es glatt so aus, als würde man selber gerade im Publikum stehen.
Zum Song „Ties That Bind“ hört man plötzlich Growls von Gitarrist JB Brubaker – eine sehr angenehme Überraschung. Vor dem Song „Winter Wilderness“ greift Brubaker zum Bass und der eigentliche Bassist Dustin Davidson greift zur E-Gitarre. Beide meistern das Instrument des anderen problemlos. Bei „Bloodletter“ spielt Brubaker zwar wieder E-Gitarre, dieses Mal greift aber Gitarrist Brent Rambler zum Bass, was natürlich ebenfalls perfekt funktioniert. Und dann der Breakdown in diesem Song… Da kann man sich kaum vorstellen wie dies wohl bei einem richtigen Konzert ausgesehen hätte.

Der Song „Ghosts“ sollte der letzte des Streams sein. Hier überzeugte Bassist Davidson mit seinem wirklich schönem Clean-Gesang, gerne mehr davon!
Anschließend liegt alle Aufmerksamkeit bei Schlagzeuger Matthew Greiner. Bei dessen Drum-Solo konnte ich gar nicht die Augen vom Bildschirm lassen, so unglaublich war das. Für mich eines der besten Drum-Solos überhaupt. Aber auch danach war das noch nicht alles. Als Zugabe bekommen wir noch „Carol Of The Bells“ zu hören, wobei Davidson plötzlich als Weihnachtsmann verkleidet auf der Bühne steht! Zu guter Letzt gibt es dann noch den Klassiker „White Washed“, der diesen Stream perfekt beendet.

Applaus von meinem Sofa aus zu diesem Stream. In allen Belangen gemeistert, ich ziehe (mal wieder) meinen Hut vor August Burns Red und allen, die an dieser Produktion beteiligt waren.