Southhamptons Metalcore Flaggschiff Our Hollow, Our Home releasen am Freitag endlich ihr drittes Studioalbum Burn In The Flood via eigenem Label Hollow Music. Ihr letzter Longplayer „In Moment//In Memory“ erschien 2018, also freuen wir uns umso mehr auf neues Material der Briten. Gegründet 2013, gibt die Band Jahr für Jahr immer mehr Gas.

Our Hollow, Our Home sind:
Vocals/Shouts: Connor Hallisey
Vocals/Gitarre: Toby Young
Gitarre: Josh White
Bass: Bobby Brooks
Drums: Nick Taliadoros

Schon lange vor Release haben die Jungs Mitte April die 1 Million Stream Marke geknackt. Kein Wunder! Mit den ersten veröffentlichten Songs wie „Remember Me (feat. Rio Kinoshita von Crystal Lake)“ oder auch „Overcast“ haben OHOH die Messlatte bereits hoch gelegt.

Nach „IM/IM“ , welches ein sehr persönliches Album für Sänger/Gitarristen Toby war, folgt nun bei „Burn In The Flood“ ein breit gefächertes Spektrum an Einflüssen und Emotionen. War Toby normalerweise für einen Großteil der Lyrics zuständig, so ist es bei BITF ungefähr 50/50 aufgeteilt zwischen ihm und Shouter Connor.

„Wir wollten, dass die Vocals – nicht nur die Lyrics – aber auch die Vocals auf den Songs “sitzen” und wollten nicht, dass es heißt, “oh, da ist ein Chorus, deshalb dort Clean Gesang. Oh da ist ein Breakdown, deshalb brauchen wir dort Shouts.“ Wir wollten diesmal ein bisschen Abwechslung reinbringen und es als eine Front in Sachen Vocals darstellen.“

Schon mal vorab, die Jungs haben wirklich von Allem etwas in das neue Album gepackt – von Shouts über Cleans, bis hin zu Singalongs, Sprechgesang, Moshparts und natürlich kommt auch die emotionale Seite nicht zu kurz.

Die Platte startet mit „Burn In The Flood“ – Titeltrack und gleichzeitig die erste Single, die wir zu hören bekommen durften. Es geht direkt gewaltig los, und wird dann von ruhigen Cleans von Toby abgeloschen. Dass, worauf die Jungs uns schon vorab bezüglich Cleans und Shouts vorgewarnt haben, findet schon im ersten Song Anwendung.

„There’s a fire in your eyes, tells me I am not enough
So hand in hand we go my friend… to burn in the flood“

Weiter geht es mit „Failsafe“ , wo sich die beiden Vocalists den Ball wieder gekonnt hin und her spielen. Der typische Metalcore Sound und die Gitarrenriffs machen den Song aus. Der kurze Singalong/Chorartige Part erzeugt live bestimmt ein schönes Wechselspiel zwischen Band und Publikum.

In Retrospect“ sticht vor allem mit Tobys Clean Parts heraus, die sich immer wieder in den Vordergrund rücken. Die stampfenden Klänge und Circle Pit Melodien dazwischen bilden den Ausgleich. Der Song bleibt definitiv im Ohr!

Die Power bei „Monarch“ bildet sich am Anfang langsam auf und zieht sich durch den gesamten Song, der in einigen Parts leicht an Slipknot-artige-Klänge erinnert. Diese gehen in melodische Clean Parts über und stimmen zum Mitsingen ein.

Better Daze“ hat Connor im Interview als den „leichtesten, härtesten OHOH Song“ betitelt. Außerdem ist er mal ein recht durchweg positiver seiner Art und soll diese Stimmung widerspiegeln. Trotzdem sind die bekannten Our Hollow, Our Home Klänge zu hören und ordentlich Power dahinter.

Nerv“ startet mit ballerndem Sound und geht in einen schönen Circle Pit Part über. Als Feature Gast haben sich die Jungs Oli Duncanson ins Boot geholt, der zum einen Fotograf der Band ist, aber auch seit diesem Jahr Shouter bei TheCityIsOurs. Lässige Riffs runden den Song ab.

Als siebter Song kommt „Overcast“ um die Ecke, den wir als 3. Singleauskopplung bereits kennen. Aggressive Gitarrenklänge ziehen sich durch den gesamten Track und werden nur ab und zu durch Cleans etwas leichter werden. Am Ende wartet ein schöner Singalong Part auf uns.

Bei „Remember Me“ folgt mit Ryo Kinoshita von Crystal Lake der zweite Feature Gast. Diesen Song haben OHOH uns ebenfalls bereits als Single präsentiert und schon beim ersten Hören hat er viele gepackt. Das Zusammenspiel aus den typischen Metalcore Elementen und catchy  Chorus passt einfach zusammen. Auch die Stimmen von Connor, Toby und Ryo dazu harmonieren.

Children Of Manus“ geht direkt böse los und featured den dritten und finalen Gast Lochie Keogh, Vocalist von Alpha Wolf. Der Song wirkt düster und ruft einen eigentlich schon direkt ins Moshpit. Mit ruhiger Melodie klingt er aus und bereitet damit schon mal auf den nächsten Song vor.

Dieser ist nämlich „Blood“ und der ruhigere Song des Albums, der bei Our Hollow, Our Home natürlich auch nie fehlen darf. Hierzu gibt es nur eine Sache zu sagen, Augen zu und Feuerzeuge raus. Na gut, vielleicht zwei, ein kurzer Rap Part von Shouter Connor wurde hier auch mit aufgenommen. Wie viele vielleicht garnicht wissen, hat er noch ein kleines anderes Projekt mit Hell I C am Start.

Der 11. und letzte Track ist „Seven Years (Shine A Light On Me)“ , der uns allen auch schon ein Begriff ist. Hier gehts nochmal zur Sache und die Briten runden Burn The Flood gebührend mit ihrem typischen Sound ab.

Fazit: Tolle Weiterentwicklung der Band, ohne ihren „Signature-Sound“ zu verlieren. Sie haben es geschafft, durchweg Abwechslung reinzubringen und überzeugen durchweg wie immer mit ihren starken Texten. Die 3 Feature Gäste hätten Our Hollow, Our Home ebenfalls nicht besser wählen können.

In Interviews gaben die Jungs Preis, dass sie es durch die Pandemie geschafft haben, so eng wie noch nie zusammen zu arbeiten, das merkt man auch. Auch konnten sie sich viel Zeit nehmen, um den Sound so harmonisch und stimmig wie möglich zu machen. Meiner Meinung nach absolut gelungen.

Punkte: 8/10

Tracklist:

  1. Burn In The Flood
  2. Failsafe
  3. In Retrospect
  4. Monarch
  5. Better Daze
  6. Nerv (feat. Oli Duncanson)
  7. Overcast
  8. Remember Me (feat. Ryo Kinoshita)
  9. Children Of Manus (feat. Lochie Keogh)
  10. Blood
  11. Seven Years (Shine A Light On Me)

Preorder: HIER

Autor: Michelle

Foto: Oli Duncanson