Das französische Metalcore Gespann bringt am Freitag endlich ihr lang ersehntes drittes Studioalbum ‚Lost In the Waves‘ via Arising Empire auf den Markt. Die Veröffentlichung war eigentlich im Februar geplant, musste dann aber wegen dem Virus, dessen Namen uns allen schon aus den Ohren heraus kommt, auf den 19.03.21 verschoben werden. Wir durften schon vorab reinhören und freuen uns, euch das Album ein wenig vorstellen zu dürfen.

Mit ihrem Debütalbum Hollow (2016), welches Sänger Florent Salfati und Gitarrist Nicolas Exposito komplett selbst produziert haben und dem darauf folgenden Album Fantasy (2018, via Arising Empire), haben die Jungs aus Marseille schon einen ordentlichen Grundstein geschaffen, um sich in der Metalcore Szene einen Namen zu machen. LANDMVRKS haben regelrecht einen Senkrechtstart hingelegt und liefern auch mit ihrem dritten Longplayer wieder ab.

Das ist LANDMVRKS: Florent Salfati (Vocals)Nicolas Exposito (Gitarre), Rudy Purkart (Bass), Paul C. Wilson (Gitarre), Kevin D’Agostino (Drums)

Vor allem der Gitarrensound mit hohem Wiedererkennungswert und schnellen Riffs, plus die Stimme von Vocalist Flo lassen LANDMVRKS aus der Masse herausstechen. Dies merkt man auch bei Lost In The Waves, die Jungs bleiben ihrem Stil weiterhin größtenteils treu.

Kein Wunder, dass das Quintett bereits auf einigen der größten Festivals am Start waren, wie z.B. dem Full Force und dem Download Festival in Frankreich. Zusammen mit den Landsmännern Betraying the Martyrs und Novelists, um nur ein paar zu nennen, sind LANDMVRKS nicht mehr aus der französischen Core Szene wegzudenken.

Wir warnen euch schon mal vor: von Metalcore, Hardcore, Rap und melodischen Anteilen ist bei Lost In The Waves alles dabei. Die Band hat ihre Wandelbarkeit im neuen Longplayer deutlich zur Schau gestellt.

Tracklist:
1. Lost In A Wave – 2. Rainfall – 3. Silent – 4. Visage – 5. Tired Of It All – 6. Say No Word – 7. Always – 8. Shoreline – 9. Overrated – 10. Paralyzed

1. Lost In a Wave

Mit diesem absoluten Brett an Song haben uns die Jungs im Dezember als zweiten Vorgeschmack auf das Album überrascht. Beginnend mit einem ruhigen Gitarrenintro, welches den ersten gewaltigen Breakdown des Songs einleitet. „I can’t breath, I’m suffocating.

Von brutalen Shouts, über Clean Parts im Chorus bis hin zu einem weiteren ordentlichen Breakdown zum Ende des Songs ist hier alles dabei.

2. Rainfall

Diesen Song kennen wir auch bereits, Rainfall war im Oktober letzten Jahres die erste veröffentlichte Single Auskopplung. Ein energiereicher und hardcorelastiger Song, bei dem man am liebsten sofort das Moshpit auseinander nehmen möchte.

It’s just a rainfall, but it feels like storm.“ – der Song behandelt Schmerz, den man durch eine andere Person erfährt, der einen verfolgt und langsam zerstört.

3. Silent

Der Song sticht vor allem mit seinem melodischen cleanen Intro heraus, welches sich direkt im Kopf festsetzt. Im Chorus wird es dann auch wieder etwas härter, insgesamt ein schöner Track vor allem für diejenigen, die eine gut ausgeglichene Portion Cleans und Shouts in einem Song mögen.

4. Visage

LANDMVRKS goes.. Rap. Der Song beginnt mit einem ruhigen französischen Rap Part, der dann in recht abrupt zur Mitte in den bekannten Sound der Jungs inkl. Shouts übergeht. Sicherlich nicht für jeden Geschmack, aber man sollte versuchen dem Song auf jeden Fall ein paar Spins zu geben, um mit ihm eventuell wärmer zu werden.

5. Tired Of It All

Es geht back to the roots, in Tired Of It All bekommen wir wieder den typischen LANDMVRKS Sound auf die Ohren, von melodischen cleanen Parts und Riffs, die über den Verlauf des Songs von Shouts abgelöst werden. Der Refrain ist catchy und Flo’s Stimme kommt sehr gut zum Ausdruck.

6. Say No Word

In diesem Song nehmen LANDMVRKS uns mit auf eine wilde Reise, die von brutalen Shouts über (teilweise sehr schnellen) Hardcore Rap Parts bis zu Deathcore Elementen alles zu bieten hat. Absolut energiereicher Song, der direkt am Anfang mit Blastbeats eingeleitet wird und sich im letzten Viertel mit einem netten Breakdown verabschiedet.

7. Always

Ein eher ruhigerer Song, der von catchy Gesangseinlagen und lebhaften Riffs geprägt ist. Hier zeigen LANDMVRKS wieder einmal ihre Wandelbarkeit und trotz eher wenigen Shout-Parts ist der Song wirklich gelungen.

„The light is shining brighter on all the things that you don’t want to say. I feel you getting closer, I’m with you always.“

8. Shoreline

Treu nach dem Motto Lost In The Waves, ist Shoreline eine 34 Sekunden Überleitung, die mit ruhigem Wellenrauschen beginnt und in den letzten Sekunden in den Song Overrated übergeht.

9. Overrated

In dem Song geben die Jungs im Intro schon richtig Vollgas. Die schnellen Riffs gepaart mit dem melodischem Chorus machen die Mischung aus. Der Song bleibt auf jeden Fall im Kopf und hat bestimmt auch bei einigen Zuhause schon die eine oder andere private Two-Step Session im Wohnzimmer eingeleitet.

10. Paralyzed

Der abschließende Song des Albums, und es hätte keinen besseren dafür geben können. Der durchweg melodische und sanfte Song mit starken Lyrics von Paralyzed runden Lost In The Waves perfekt ab. Zum Ende des Songs geht es nochmal etwas ab, welches die kraftvolle Message des Songs nochmal hervorhebt.

„I can move my face but my body’s paralyzed.“

Fazit

Ein durchweg gelungenes Album der Franzosen und eine tolle Weiterentwicklung, ohne ihren Signature-Sound zu verlieren. Man könnte fast meinen, sie testen sich ein bisschen an verschiedene Stile an, mit denen sie ihren eigenen Sound noch verfeinern können.

Die Scheibe konnte zwar beim allerersten Hören nicht alle bei uns in der Redaktion direkt zu 100% packen, aber nach ein paar Durchläufen hat es dann doch bei allen geklickt.

Zusammenfassend ist Lost In The Waves ein stimmiges Album, welches für jede Laune etwas zu bieten hat und den Hörer auf eine Reise mitnimmt. Das nächste Kapitel in der LANDMVRKS Ära ist erfolgreich eingeleitet!

Von uns gibt es für das Album 8 von 10 Punkten. Wir sind gespannt, was die Kombo uns in Zukunft noch so präsentiert. Wir erwarten Großes!

Autorin: Michelle

Foto: Pressebild